27. Januar 2004
Was tut sich eigentlich im Club????
Eine Zusammenfassung der "Klausur-Tagung" vom 17. & 18.01.2004
Liebe Mitglieder des CfM,
die meisten von Ihnen stellten sich in letzter Zeit sicherlich die Frage: "Was tut sich eigentlich im Club?" vor dem Hintergrund, dass man den Anschein hatte, der Verein wäre viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass er merklich positive Veränderungen und Verbesserungen für unsere Hunde erwirken könnte.
2003 kam ein neuer Vorstand, der 2. Vorsitzende wurde noch im selben Jahr wieder abgewählt, und ein neuer gewählt. Viel "Vereins-Kram" musste erledigt werden. Aber was passierte eigentlich für unsere Hunde???
Aus diesem Grunde hatte seinerzeit Peter Schulz in seiner Eigenschaft als unser 1. Vorsitzender die zündende Idee, einige Leute zusammenzusetzen, um konkrete Vorschläge herauszuarbeiten, wie man welche für uns alle wichtige Veränderungen herbeiführen könnte.
z.B.: Stichwort: Qualzuchtgutachten
Betrifft das unsere Hunde, und wenn ja, inwiefern?? Sind unsere Zuchtbestimmungen noch aktuell???? Könnten wir per Zuchtbestimmungen für unsere Rassen nicht das Eine oder Andere verbessern???
Was können wir per Satzungsänderung bzw. -Veränderung erreichen???
Antworten auf solche Fragen liegen den Meisten von uns am Herzen.
Genau darum ging es in diesen 2 Tagen.
Erschienen waren: Der Vorstand, sowie einige Funktionäre des Clubs und speziell hierfür eingeladene Gäste.
Diese sollten sich nun diese Punkte vornehmen und ausarbeiten.
Das Resultat kann sich sehen lassen.
1. Unsere Satzung
Einige wichtige Änderungen wurden vom Vorstand, (am Abend des 17. fand zu später Stunde auch noch eine Vorstandssitzung statt), vorgeschlagen. Auf der kommenden Mitgliederversammlung wird dann hierüber abgestimmt.
2. Thema Zucht und Gesundheit
Demnächst sollen alle zuchttauglichen Hunde nicht nur auf HD, sondern auch auf ED untersucht und ausgewertet werden. Des Weiteren soll das Herz per Stethoskop abgehört, und eine ärztliche Bescheinigung hierfür vorgelegt werden, wobei ED-und Herz-Untersuchung nicht zuchtrelevant sind, sondern der Sammlung von Daten dienen. Schließlich interessiert uns alle, wo die Gesundheit Hunde evtl. unterstützt werden kann.
Auch werden unsere Richter verstärkt darauf zu achten haben, wenn sie auf Ausstellungen tätig sind, noch bewusster keine Übertypisierungen mehr "nach vorn zu stellen". Stichwort: Extreme Kurznasen z.B. bei BX und BM, übertypische Befaltung z.B. beim Mastino, Riesenwuchs z.B. beim Mastiff. Mit anderen Worten, halten sich sowohl Züchter als auch Richter an den jeweiligen Rassestandard, haben unsere Hunde weniger gesundheitliche Probleme.
Dies ergibt sich aus den Anforderungen des sog. Qualzucht-Gutachtens, wo unser Club evtl. Problemen seitens des Gesetzgebers von vornherein entschieden entgegenwirken will.
Auch das Ektropium, welches wir verstärkt bei der Rasse Mastino Napoletano sehen, soll über kurz oder lang bei unseren Hunden durch züchterische Auslese zurückgedrängt werden. Hierauf wird demnächst auf Ausstellungen vermehrt geachtet.
Auch vor dem Thema "Zuchtwertschätzung" wurde nicht halt gemacht. Meinungen über das Für und Wider wurden angeführt. Allerdings kamen alle zu dem Schluss, dass wir uns zu diesem Thema erst noch ausführlich und detailliert informieren sollten. Sprich: Es wird ein Seminar mit dem angesehenen Prof. Dr. Beuing angestrebt, der uns über diese Sache seine fundierten Erkenntnisse präsentieren kann. Danach macht es mehr Sinn, sich noch einmal hinzusetzen, unsere Hunde-Populationen durchzurechnen und über evtl. weitere Schritte nachzudenken.
Weiterhin wurde über eine Erweiterung unserer ZVP, z.B. durch einen Wesenstest nachgedacht. Hierfür wurde eine spezielle Arbeitsgruppe ausgesucht, die sich bis zur nächsten Versammlung intensiv mit diesem Thema auseinandersetzt um dann ihre Ergebnisse und Vorschläge vorzulegen.
Dann kam das Thema: "Erfassung möglichst vieler Daten unserer Hunde" auf den Tisch. Dies ist für die Züchter wichtig, denn je mehr Rückmeldungen sie von ihren Welpenkäufern bekommen, desto besser können sie ihre Verpaarungen beurteilen und ihre Zucht verbessern.
Leider ist in diesem Punkt das "Ei des Columbus" noch nicht gefunden worden, da es hierfür wohl keine Patentlösung zu geben scheint. Die meisten Anwesenden waren der Meinung, dass dies letzten Endes der Kreativität des Züchters zu überlassen sei. Man könne unsere Züchter hier zu Nichts verpflichten.
Weitere Anregungen zu diesem oder jenem Thema wurden noch gesammelt, einige Teilnehmer haben noch Hausaufgaben bekommen. Und schwups, waren die 2 Tage rum. Wie ich glaube, mit einem guten Ergebnis.
Also, es geht voran. Es tut sich Einiges.