Bullmastiff - Rasseporträt



erstellt von der Arbeitsgemeinschaft Bullmastiff
im Club für Molosser e. V. (VDH)
Ansprechpartner: AG-Obfrau Kirsten Sauer

Geschichte: Die Entstehung der Rasse verdanken wir den englischen Wildhütern des 19. Jahrhunderts. Sie hatten die riesigen Ländereien ihrer Herren zu betreuen und suchten nach einem Hund, der sie in ihrer Arbeit unterstützen konnte und deshalb bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen hatte. Er sollte in der Lage sein einen Wilddieb zu stellen, ihn zu Boden zu werfen und festzuhalten. Verletzen oder gar töten durfte er ihn nicht. Zur allgemeinen Abschreckung sollte der Wilddieb öffentlich gerichtet oder sogar hingerichtet werden. Der ideale Hund sollte zu 60 % aus Mastiff und zu 40 % aus Bulldogge bestehen. Man nannte ihn "Gamekeepers Night Dog", den Vorläufer unseres heutigen Bullmastiffs.

Zucht: Die Anerkennung des Bullmastiff durch den englischen Kennel Club erfolgte 1924. England als Mutterland der Rasse ist für den Bullmastiff-Standard verantwortlich, dem sich auch die deutschen Züchter und Richter verpflichtet fühlen

Die AG Bullmastiff im Club für Molosser e. V. (VDH) hat heute 336 Mitglieder, davon sind 18 Mitglieder als Züchter aktiv. Diese Züchter müssen Züchterseminare absolvieren. Im Club für Molosser wird ein hoher Anspruch an zur Zucht zugelassene Hunde gestellt. Es sind spezielle separate ZVP-Termine angesetzt, und nur der Bullmastiff, der gesund ist und in Wesen und äußerer Erscheinung dem Rassebild entspricht, wird von ausgebildeten VDH-Spezialzuchtrichtern zur Zucht zugelassen. Durch diese strenge Zuchtauswahl kann nicht jeder Bullmasstiff in der Zucht eingesetzt werden. In Deutschland werden z. Z. jährlich ca. 80 Welpen gezüchtet.

Wesen: Mit der sozialen Umstrukturierung und Auflösung der riesigen Landgüter wurde der "Gamekeepers Night Dog" als Begleithund des Wildhüters arbeitslos. Zunächst in England noch als "Policedog" im Einsatz, ist er heute in England wie in Deutschland beliebter und geschätzter Familien- und Begleithund. Der moderne Bullmastiff hat das Leben und Treiben unserer Städte kennengelernt und benimmt sich entsprechend. Seine hohe Reizschwelle verhindert es, dass er grundlos Menschen oder Tiere angreift. Mit seinem anpassungsfähigen und belastbaren Wesen, verbunden mit Ruhe und Gelassenheit, wird er auch gern als Therapiehund eingesetzt.

Erziehung: Es ist unerlässlich, diesen großen und kraftvollen Hund gut und konsequent zu erziehen. Die Erziehung des Welpen beginnt durch die Mutterhündin, sollte vom Züchter fortgesetzt und vom neuen Besitzer lebenslang beibehalten werden. Seine Wacheigenschaften wird der Bullmastiff meistens erst mit 18 Monaten zeigen. Viele deutsche Bullmastiffs haben mit Erfolg die Begleithundeprüfung abgelegt. Auch zur Fährtenarbeit und für in Maßen betriebene Agility sind sie einsetzbar. Eine reizvolle und viel geliebte Beschäftigung für den Bullmastiff ist die Unterordnung.

Führt man ihn früh und konsequent an diese Aufgaben heran, wird man einen freudig "arbeitenden" Bullmastiff erleben, dem das "Arbeiten" oft mehr bedeutet als lange Spaziergänge. Dem ehemaligen "Arbeitshund" wird diese Form der "Arbeit" = Unterordnung lebenslange Freude und Bestätigung bringen.

Info-Broschüre "Der Bullmastiff"
4,50 Euro, zu beziehen über die AG Bullmastiff Welpenvermittlung

Edda Heim
Friesenstrasse 16
61348 Bad Homburg
Tel. gesch.: 06172 / 94660
Tel. privat.: 06172 / 946666
Mobil: 0171 / 8559153
Fax: 06172 / 946694
Email: eddaheim@aol.com

Kirsten Sauer

nach oben